Stärkung der menschlichen Immunabwehr durch ausreichendes Trinken

Da unser Körper zu 75 Prozent aus Wasser besteht, ist es nachvollziehbar, dass dem Trinken eine große Bedeutung für die Gesundheit zukommt. Was ist ausreichend, was sollte getrunken werden und worauf ist zu achten?

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ermöglicht dem Körper, giftige Zwischen- und Endprodukte des Stoffwechsels („Schlacken“), auszuscheiden. Die Zufuhr reicht aus, wenn der Urin nur sehr leicht gelb gefärbt ist. Wenn er dunkler aussieht, trinken Sie nicht genug. Die notwendige Entgiftung und Ausscheidung laufen normalerweise mit gesunden Organen selbstständig ab. Liegt aber eine Störung vor und kommt es z.B. zur Ablagerung von Schlackenstoffen im Gewebe, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig. Ansonsten können sich die nicht ausgeschiedenen Giftstoffe im Körper anreichern und irgendwann auch zu gesundheitlichen Problemen führen.

Die Bedeutung von Wasser 

Nach dem Sauerstoff ist Wasser das wichtigste Element für uns. Laut der Naturheilkunde bzw. der heutigen „Alternativmedizin“ kann Wasser viele Krankheiten verhindern oder lindern und nebenbei helfen, den Wärmehaushalt zu regulieren. Wasser gilt nicht nur als Lösungsmittel im Verdauungskanal sowie als Transportmittel für Blut und Lymphe. Ausreichend Wasser ist auch zur Vermeidung einer Verstopfung – durch anhaltende Wasserknappheit sogar einer Austrocknung des Körpers – oder zur Vermeidung von Konzentrationsschwierigkeiten notwendig.

An dieser Stelle sei auf das Buch „Wasser – die gesunde Lösung“ von Fereydoon Batmanghelidj, einem iranischen Arzt und Alternativmediziner, verwiesen. Hiernach gelten Krankheiten oft als „Durstsignale“ des Körpers d.h. als Störungen u.a. des Wasserhaushaltes. Viele Krankheiten lassen sich deshalb mit Wasser behandeln. So wird z.B. erst mit einer ausreichenden Zufuhr sichergestellt, dass die mit ihm transportierten Substanzen wie Hormone, chemische Botenstoffe und Nährstoffe zu den lebenswichtigen Organen gelangen.

Der perfekte Flüssigkeitsbedarf

Was heißt nun „ausreichend trinken“? Die Empfehlung für Erwachsene bei normalen klimatischen Bedingungen liegt bei ca. 2-3 l pro Tag – davon etwa 1,5 l als Getränke. Der Rest wird über wasserhaltige Lebensmittel aufgenommen.  Der Bedarf wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst: bei körperlicher und klimatischer Belastung (Hitzearbeit, Sport) kann er auf 5-10 l pro Tag ansteigen. Beim Schwitzen gehen auch neben dem Wasser Mineralstoffe verloren, die ebenfalls mit Flüssigkeit wieder ersetzt werden müssen (z.B. Natrium, Kalium, Magnesium). Außerdem bestimmen die speziellen Ernährungsgewohnheiten den Bedarf.

Möglichkeiten, dem Körper Flüssigkeit zuzuführen

An erster Stelle werden Trinkwasser (möglichst gefiltert), natürliches Mineralwasser, künstliches Mineralwasser (Tafelwasser), Quellwasser und Heilwasser empfohlen – aber natürlich auch Früchte- und Kräutertee sowie verdünnter Obst- und Gemüsesaft.

Warmer bzw. heißer Tee ist ein idealer Durstlöscher; so versorgen 6-8 große Tassen Grüner Tee den Körper mit ausreichend Flüssigkeit am Tag und sind ein Schutz gegen die zerstörerische Wirkung der freien Radikale. Er wirkt antioxidativ. Kräuter, Heil- und Wildpflanzen können das Immunsystem durch ihre antibakterielle Wirkung entlasten. Ihr Reichtum an Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen stärkt zusätzlich die Immunabwehr.

Die Pflanzen können in Form von Tee, frisch gepresstem Saft oder grünem „Smoothie“ (kaltes Mixgetränk aus Obst u./o. Gemüse) genossen werden. Mit zunehmenden Alter nimmt das Durstempfinden ab; Durstsignale werden weniger wahrgenommen. Ein trockener Mund ist hierbei das letzte Signal!

Speisesalz und Medikamente sind im Verbrauch möglichst gering zu halten, da zur Ausscheidung große Mengen an Flüssigkeit in Form von „Harn“ benötigt werden. Ältere und chronisch kranke Menschen haben auch körperliche Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Getränken.

Drei wichtige Tipps

Tipp1: Zur täglichen „Planung“ der Flüssigkeitszufuhr: jeden Morgen die erforderliche Trinkmenge in einem Krug bereitstellen (z.B. kohlensäurearmes Mineralwasser, aufgebrühter Ingwer, Kräuter- oder Früchtetee).

Tipp 2: Trinken Sie möglichst täglich etwas frischen Zitronensaft (z.B. in lauwarmem Wasser oder Kräutertee). Der Säure-Basen-Haushalt – wichtig für den Stoffwechsel – wird positiv beeinflusst d.h. für Bakterien und Viren ist es nicht mehr „attraktiv“, den Körper anzugreifen. Hintergrund: Zitronensaft wird basisch verstoffwechselt. Es entstehen keine für den Körper schädlichen Säuren.

Tipp 3: Trinken (Wasser, Tee, Saft) macht schön, denn das Bindegewebe der Haut speichert Wasser. Die Haut bleibt geschmeidig und bildet keine „Trockenheitsfalten“.

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