Dentalphobie: Wenn die Angst vor dem Zahnarzt zum Problem wird

Ein mulmiges Gefühl in der Magengegend verspüren die meisten Menschen, wenn sie auf dem Behandlungsstuhl des Zahnarztes Platz nehmen. Das Geräusch des Bohrers, das Gefühl ausgeliefert zu sein und die Ungewissheit, was nun wirklich passiert, versetzt niemanden in Hochstimmung.
Wirkliche Angst hingegen empfinden nur wenige Patienten. Dafür leiden diese unverhältnismäßig stark und das wirkt sich letztendlich auch auf den allgemeinen Gesundheitszustand aus.
Der halbjährliche Kontrollbesuch findet nicht statt und bei Schmerzen oder Problemen, schieben es Angstpatienten unnötig lange hinaus, bevor diese eine Behandlung in Anspruch nehmen. Aus Scham und Angst leiden Betroffene sehr lang.
Doch woher rührt diese Angst vor dem Zahnarzt und welche Möglichkeiten haben Patienten, diese Angst zu überwinden?

Ursachen haben verschiedene Ursprünge
Nicht selten gab es in der Vergangenheit zahnärztliche Eingriffe, die nicht nur schmerzhaft waren, sondern teilweise als erniedrigend empfunden wurden. Weniger sensible Zahnärzte gehen zu wenig auf das Empfinden der Patienten ein und nehmen das Leiden nicht wirklich ernst. Die Folge ist panische Angst vor einem nächsten Zahnarztbesuch. Allein der Gedanke daran, löst bei Betroffenen Panik aus: Herzrasen, schnelle, flache Atmung,
Schweißausbrüche und ein Zittern am ganzen Körper offenbaren das gesamte Ausmaß.

Nicht immer muss ein traumatisierendes Erlebnis beim Zahnarzt den Auslöser für die sogenannte Dentalphobie sein. Mitunter ist es schlicht weg nicht zu erklären. Letztendlich ist es für Betroffene jedoch wichtig, einen Weg aus diesem Teufelskreis zu finden.
Neben den körperlichen Beschwerden, welche aufgrund von kranken Zähnen hervorgerufen werden, entwickeln sich auch Seelische. Kein strahlend, weißes Lächeln, schiefe oder gar fehlende Zähne nagen am Selbstwertgefühl. Diese Menschen ziehen sich immer mehr zurück. Die Anteilnahme am gesellschaftlichen Leben wird gering und einen Ausweg sehen Betroffene meist nicht.

Auswirkungen bei fehlenden Zahnbehandlungen:

Zahnsteinbildung und unbehandelte Karies führen zu Zahnverluststark schief stehende Zähne verdrängen einander und bereiten Schmerzen extremer Mundgeruch aufgrund faulender Zähne entsteh Schamgefühl nimmt stetig zu Sprechen und Lachen in der Gemeinschaft fällt immer schwerer

Diese Menschen benötigen professionelle Unterstützung. Denn es gibt Mittel und Wege, die Dentalphobie zu überwinden, beziehungsweise trotz dieser Angst, eine zahnärztliche Behandlung vorzunehmen.

Zahnärzte mit spezieller Schulung können helfen – Aller Anfang ist schwer
Inzwischen wurde erkannt, dass es Angstpatienten gibt, die eine spezielle Behandlung benötigen. In allen größeren Städten gibt es heute geschulte Zahnärzte, die sich auf Angstpatienten spezialisiert haben. Der Umgang ist viel sensibler und es wird zunächst eine Vertrauensbasis geschaffen.
Eine normale Kontrolluntersuchung ist unter diesen Umständen ohne

Weiteres möglich. Sind größere Eingriffe erforderlich werden diese meist unter einer leichten Narkose durchgeführt. Mitunter ist auch die Vollnarkose eine Option.
Auch auf die Kunst der Hypnose wird teilweise zurückgegriffen, um Betroffenen wieder ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Niemand muss sich heute hinter der Angst vor dem Zahnarzt verstecken. Der erste Schritt ist nicht immer leicht, aber dank spezieller Behandlungsmethoden und geschulter Zahnärzte gibt es immer einen Ausweg.

 

Foto: Elnur/Fotolia

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