Disability & Performing Arts Festivals in Berlin

Vom 11. bis 21. November 2026 findet die zwölfte Ausgabe des NO LIMITS Disability & Performing Arts Festivals in Berlin statt. 

In diesem Jahr wird das Festival erstmals ausschließlich von vier behinderten Expert*innen kuratiert: Saioa Alvarez (Schauspielerin/Performerin), Leo Naomi Baur (Choreograf*in/Videokünstler*in/Access-Dramaturg*in), Konstantin Langenick (Performer/Regisseur/Theatervermittler) und Yulia Yáñez Schmidt (Schauspielerin/Dozentin/Sprecherin).

Was No Limits auszeichnet

Das Programm unter dem Fokus von „Disabled Leadership“ umfasst 16 internationale Theater-, Tanz- und Performance-Produktionen aus zwölf Ländern. Diese sind fast ausnahmslos in der Autor*innenschaft oder Leitung von Künstler*innen entstanden, die sich als behindert, blind, chronisch krank, Taub, mit Lernschwierigkeiten oder neurodivergent bezeichnen.

Weiterer Schwerpunkt der diesjährigen Ausgabe sind „Aesthetics of Access“. Das bedeutet: Barrierefreiheit wird hier nicht als nachträglicher Service hinzugefügt, sondern fließt von Anfang an als wesentliches künstlerisches Element in die Stücke ein. Etwa wenn die Taube britische Künstlerin Chisato Minamimura in „Mark of a Woman“ Gebärdensprache inszeniert oder das Schweizer Kollektiv Criptonite in „Bioluminescence“ kreative Audiodeskription direkt in die Inszenierung integriert.

Die Auseinandersetzung mit der eigenen, alltäglichen Behinderungserfahrung ist zentrales inhaltliches oder ästhetisches Element des
Stücks. Das gelebte Erfahrungswissen der behinderten Künstler*innen bildet dabei das Fundament der Arbeit.

Kooperationspartner sind erneut das HAU Hebbel am Ufer, das Theater Thikwa, das Ballhaus Ost und das Theater an der Parkaue. Um die Aufführungen an den vier Spielorten für alle Besucher*innen so zugänglich wie möglich zu machen, setzt das Festival auf Maßnahmen wie die Einrichtung von Bodenleitsystemen, Gebärdensprachdolmetschung, alternative Sitzmöglichkeiten oder „Access Friends“, die Besucher*innen auf Wunsch unterstützen.

Gefördert wird NO LIMITS durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Berlin und die Aktion Mensch. Tickets sind ab sofort bei allen Spielorten erhältlich – siehe hierzu www.no-limits-festival.de. 

Das Festivalprogramm (auch in Leichter Sprache und auf Englisch) sowie Informationen zur Barrierefreiheit der einzelnen Veranstaltungen findet sich ebenfalls auf der Internetseite.

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