Bärbel Reichelt für lebenslanges Engagement geehrt

Seit fast 50 Jahren setzt sich Bärbel Reichelt für die Interessen von Menschen mit Behinderung ein. Für dieses einmalige Engagement wurde sie bereits mit dem PIA-Preis des Paritätischen Wohlfahrtsverbands e.V. LV Berlin ausgezeichnet. Dieses Jahr erhielt Bärbel Reichelt eine weitere Würdigung, denn sie wurde am 5. Mai mit „50 bunte UN-BRK-Ballons“ geehrt.

Sie setzte sich im Laufe der Jahrzehnte auf vielen unterschiedlichen Positionen für die Interessen behinderter Menschen ein. So war sie beispielsweise drei Jahre Vorsitzende des Berliner Behindertenverbands e.V., später Vorsitzende des Vereins COCAS e.V. oder schrieb viele Jahre für die Berliner Behindertenzeitung. Ferner ist sie über die Jahre hinweg Mitglied in vielen Senats-AG´s gewesen bzw. ist es noch. Aus diesem Grund wurde sie zum 10-jährigen Jubiläum des Preises als Preisträgerin ausgezeichnet. 

Hintergrund: Bei den UN-BRK-Ballons handelt es sich um eine besondere Auszeichnung, die in Berlin von einem Bündnis verliehen wird. Sie werden jeweils am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung überreicht.

Was sind UN-BRK-Ballons?: Die Zahl 50 steht symbolisch für die 50 Artikel der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die die Rechte von Menschen mit Behinderungen regelt. Die Verleihung wird in zwei Kategorien vorgenommen:

Bunte Ballons: Eine Auszeichnung für Personen, Vereine oder Institutionen, die sich im Raum Berlin besonders positiv für Inklusion und die Umsetzung der UN-BRK stark machen.

Schwarze Ballons: Eine symbolische „Mahnung“ und Negativ-Auszeichnung für sogenannte Inklusionsverhinderer – also Akteure, die Barrieren schaffen oder die Umsetzung von Inklusion aktiv behindern.

Hintergrund der Aktion: Die Vereinten Nationen haben die Behindertenrechtskonvention verabschiedet, um die Menschenrechte ausdrücklich für Menschen mit Behinderungen zu sichern. Sie deckt Lebensbereiche wie Barrierefreiheit, Gesundheit, Bildung und politische Teilhabe ab. Lokale Berliner Initiativen nutzen die symbolische Aktion mit den 50 Ballons, um auf vorbildhaftes Engagement aufmerksam zu machen, aber auch um Missstände anzuprangern.

Die bisherigen Preisträger

2025: Die Anna-Seghers-Schule wurde im Rahmen des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2025
mit dem „Inklusionspreis 50 UN-BRK-Ballons“ ausgezeichnet. Hintergrund dieser Anerkennung ist das Engagement des Fördervereins, der Gelder einspielte und unter anderem an zwei Behindertenvereine ausschüttete.

2024: Die ehemalige Berliner Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Die Linke) wurde in diesem Jahr mit 50 bunten Ballons für ihr langjähriges Engagement für Menschen mit Behinderung geehrt. Derzeit ist Frau Breitenbach Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus.

2023: Iris Spranger (SPD) ist derzeit Senatorin für Inneres und Sport. Sie wurde wie Stephan von Dassel (Bündnis 90/Die Grünen) 2018, damals Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, als Inklusionsverhinderin, ausgezeichnet.

2022: In dem Jahr wurde der Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Jugend und Gesundheit des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, Detlef Wagner (CDU), für sein Engagement der gebäudlichen Umsetzung des „Hauses der Teilhabe“ ausgezeichnet.

2021: In diesem Jahr wurde die Berliner Landeszentrale für politische Bildung für ihr inklusives Bildungsangebot ausgezeichnet. 

2020: Diesmal wurde die Monitoring-Stelle UN-BRK (Deutsches Institut für Menschenrechte) ausgezeichnet. 

2019: Die „50 bunte UN-BRK-Ballons“ gingen an die Abgeordnetenhausfraktion„Bündnis 90/Die Grünen“ für den erfolgreichen Antrag zur Umsetzung von Inklusionstaxen im Land Berlin. 

2018: „50 schwarze UNBRK-Ballons“ wurden an den Bezirksbürgermeister Berlin-Mitte, Stephan von Dassel, verliehen. Er wurde somit als Inklusionsverhinderer ausgezeichnet. 

2017: „50 bunte UN-BRK-Ballons“ wurden der Tageszeitung TAZ verliehen. Die Zeitung wurde für ihre Berichterstattung rund um behindertenpolitische Themen ausgezeichnet. 

2016: „50 bunte UN-BRK-Ballons“ wurden an die damalige Bezirksbürgermeisterin von Lichtenberg, Birgit Monteiro (SPD), verliehen. Sie wurde für ihr Engagement und ihren Einsatz für Inklusion gewürdigt. Mittlerweile ist Birgit Monteiro Vorständin der Kaspar Hauser Stiftung in Berlin.

Sowohl der Protesttag als auch die Aktion „50 UN-BRK-Ballons“ wurden durch Aktion Mensch gefördert. Hierfür bedanken wir uns.

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